Der Abschluss in der Klasse 10 war einfach nur grottenschlecht. Pierre stierte betrübt auf sein Abschlusszeugnis während der ganze Jahrgang schon feierte.
Zurechtgemacht hatten sich alle und in dieser munteren und gutgelaunten Gemeinschaft konnte er sich gar nicht wohlfühlen. So schlich er davon und stieß dabei auf Susi, die aufgekratzt in der Raucherecke stand. Ihr wollte er jetzt auch nicht begegnen, aber es war zu spät. Als Susi nach seinen Noten fragte, maulte er sie fast an und bellte dabei –» Ja kann ich zaubern? Ich bin unten durch, damit kann ich mich sicher nirgendwo bewerben«
Betroffen schaut Susi weg und antwortete » Ich kann auch nicht zaubern – aber lernen «. Das war zu viel und er schlich sich davon.
In seinem weiteren Leben traf er immer wieder Menschen, die ihn um etwas baten und jedes mal hatte er diesen Spruch auf Lager. Niemand lachte darüber sondern ging fortan seitdem einfach an ihm vorbei. Oft litt er unter Einsamkeit, aber Pierre war sich gar nicht der Bedeutung diese blöden Spruchs klar.
Für ihn war klar, er hatte alles gegeben, damals in der Schule und mit diesem Satz wollte er seine Bemühungen, die leider nie Früchte trugen, mit diesem einem Satz ins Lächerliche ziehen. Das er sich so um Freundschaft, Vertrauen, Respekt und bedingungslose Liebe brachte, ist im bis an sein Lebensende niemals klar geworden …
vanga
Schreibwerkstatt Kreuztal 02/26