vox humana

Nieder stieg ich zu vergessen,
was ich einst im Licht besaß

und doch nie bewußt besessen,

weil ich es noch nie vergaß.

Durch Vergeßnes muß ich dringen,
selber muß ich, geistgeweiht,

in Erinnerung erringen

meines Wesens Wesenheit.

Grabe*n muß ich Grabeshügel,
sterben lassen, was erstarb,

bis der Freiheit Flammenflügel

sich mein eignes Ich erwarb.

Bis die Worte in mir reden,
die ich unbewußt gewußt,

bis in mir der Garten Eden

mein wird in der eignen Brust.

Manfred Kyber

Abschied

Abschied heißt, die vielen Nebel unserer Vergangenheit zu durchkämmen. Ein wenig von der Macht der Gegenwart Abstand zu nehmen und das Damals mit seinen glänzenden Erinnerungen zu überblicken. Der Abschied beschattet alles mit einem mystischen Schimmer, der tief in dir Worte zu wecken vermag, über die dein Verstand nur seine Wahrheit senken kann.

(unbekannt)

aus dem Mondkalender

Die Freuden des Lebens müssen nie gesucht werden, sondern gefunden und gesehen, wo sie sich von selbst darbieten. Alle guten Anlagen bedürfen nach meiner Meinung der Übung, die Besonnenheit aber ganz besonders.

Xenophon

…

Die Erde gehört nicht den Menschen,
Der Mensch gehört der Erde.
Das wissen wir.
Alle Dinge sind miteinander verbunden, wie das Blut,
das eine Familie miteinander verbindet.
Alle Dinge sind verbunden.
Das Schicksal dieser Erde ist auch das Schicksal der Söhne dieser Erde.
Der Mensch hat nicht das Netz des Lebens gesponnen,
er ist nur ein Faden dieses Netzes.
Und was immer er diesem Netz antut, tut er sich selbst an.

Chief Seattle (Indianerweisheit)