Die Sahneschnitte

Montagmorgen – Stille im Haus
die Tür geht auf – und sie kommt raus
ganz in Weiß – wie jeden Tag
das ist die Farbe –  die sie mag
weiß wie die Unschuld – engelgleich
sind ihre Augen doch kohlrabenschwarz:

Im Kostüm zierlich Fuß vor Fuß gesetzt
tritt sie nun auf die Straße hinaus
bückt sich und zieht die Strumpfnaht glatt
der Rock so eng – sie kann kaum gehen
tippelt mühsam und versucht elegant
auf dem Bürgersteig zu stehen.

Sie spürt die Blicke der Andern um sich wehen
doch nein, sie wird sich nicht nach ihnen drehen.
Stolz schreitet sie voran  – fest davon überzeugt
dass man ihr die 90 Jahre gar nicht ansehen kann!

vanga

Schreibwerkstatt 19-09-16

 

2 Gedanken zu „Die Sahneschnitte“

  1. Die Ideen kommen Montagmorgen
    in der Schreibwerkstatt
    unvorgesehen
    und die der Andern
    sind so schööööön
    immer ein besonderer Tag
    Montag
    in der Schreibwerkstatt
    und… wir haben viel neues Blut
    vor einem Klecks Sahne
    auf einer Oblade

    danke dir mein schönes Rosenrot

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