aufgebrochen um niemals anzukommen

Claudia sah sich um im Gartencafe. Voll war es hier und ihre Augen füllten sich schon wieder mit Tränen. Manolo, ein Aushilfskellner eilte herbei und leitete sie in die hintere Ecke des Gartens zu einem ruhigeren Plätzchen. Dort murmelte leise ein kleiner Bach auf dem einige Enten schwammen und die Atmosphäre war hier doch um eines ruhiger.
Aufseufzend ließ  Claudia sich in einen Stuhl fallen und bedankte sich mit einem warmen Blick aus ihren braunen Augen bei Manolo. Der nickte ihr freundlich zu und nahm die Bestellung auf. Stundenlang saß sie nun da und nach dem fünften Kaffee fragte er sie, ob alles in Ordnung sei und wieder füllten sich ihre Augen mit Tränen und sie senkte den Kopf. Betretend stand der Kellner vor ihrem Tisch, aber er konnte nicht anders und beugte sich vor und strich ihr eine wirre Haarsträhne aus dem Gesicht. Claudia war dankbar für diese Berührung und hielt ganz still, schmiegte sogar leicht ihren Kopf in Manolos Handrücken. So verharrten sie eine stille Zeit lang  und die Gedanken verabredeten sich, sprühend tanzten dazu tausend Funken.
Hinter dem Tresen zapfte Marco Getränke und beobachtete dieses Spiel. Das war Manolo und meistens kam er damit sogar ans Ziel. Manolo lachte als Claudia zahlte und auch sie veränderte sich. Ein vages Lächeln umspielte ihre Lippen doch Marco erkannte dahinter auch den eigentlichen Sinn von Claudias Spiel.  Ein Geben und Nehmen doch dieser Ausgang hier war ziemlich ungewiss und Marco zapfte einfach weiter während Manolo passend zum Feierabend mal wieder mit einem seiner Opfer davon schlich.

vanga

2 Gedanken zu „aufgebrochen um niemals anzukommen“

  1. Guten Morgen
    Der heutige Titel kommt mir bekannt vor … und er passt so gut zu diesem Freitag- zu dem Wochenende – in die Zeit

    Es ist immer wieder schön, dich zu Lesen, zu hören …. 😙

  2. Dann ist der Titel von dir meine liebe Schreibschwester und es ist mir eine Freude gewesen, eine Geschichte um ihn herum zu schreiben. LG zurück und wir gehen unseren Weg, auch wenn er nicht immer der geradeste und einfachste ist
    Andrea

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