Ganz still war es um sie herum

und sanfte Klänge ertönten aus dem Lautsprecher.  Völlig regungslos  lag Greta in dem therapeutischen Behandlungsstuhl und die blassblaue Flüssigkeit der Infusion tropfte zähflüssig in ihren Körper. Verstohlen schaute Greta sich um. Alle anderen  hatten ebenfalls die Augen geschlossen. Lauschten auch sie der Musik?
Greta war also nicht allein hier, dass entspannte sie zusehends. So groß war ihre Angst gewesen. Das erste Mal zur Therapie und jetzt war alles so schön friedlich und still und ja – auch sehr entspannend. Die blassblaue Flüssigkeit tropfte weiter und Greta dachte jetzt darüber nach ob sich vielleicht jetzt auch die Farbe ihres Blutes verändern würde.
Blaublütig würde sie dann und Greta von Hoffnungstal,  dieser Name würde ihr dann gefallen und das Lächeln wurde noch breiter als sie mit geschlossenen Augen die Hoffnungswölkchen  am ach so blauen Himmel zählen konnte.  Die Elfen am Wegesrand flochten ihr jetzt  auch noch ein Kornblumenband und der blaue Rittersporn, er stand daneben und seine dunkelblauen Kelche sahen sie unentwegt an.
So viel Frieden lag in diesem Bild und gab dem Wunsch  jetzt einen neuen Raum. Erstaunt nahm Greta dieses Wunder an. Blau hieß wohl das Wunder dass jetzt gerade zu  ihr kam. Sie atmete so frei und dieser Raum, er gab ihr Luft.
Erstaunt schlägt sie die Augen auf. Sie ist allein. Die Infusion ist durchgelaufen und in ihrer Hand hält sie einen kleinen blauen Stein. *Ein blaues Wunder* denkt Greta, hat sie soeben erlebt und geht zur Tür. Sie ist allein und es ist schon spät …..

vanga

Schreibwerkstatt 17/06/21

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