Die Seelen so verwandt, waren wir uns gleich bekannt und reichten uns vertrauensvoll die Hand in unserem so besonderen Freundschaftsland. Keinen Schritt mehr ohne einen Blick zu dir – erkämpften du und ich das WIR.
Doch dass das nicht bis heute hält, verdunkelte dann unsere Welt. Jeder von uns ist wieder ganz allein, verstört bis in die Wurzeln baut die Seele nun an ihrem Schrein. Der ist so klein, da passt nur noch sie selber rein.
buntes
Du und ich
unwiederbringlich
starten trotzdem neu
immer wieder ohne Scheu
nichts ist uns fremd
uns passt jedes Hemd
vanga
Im Spiegel
Stunden der Erinnerung
gelebtes Leben zieht vorbei
ihm ist nichts einerlei
vanga
aus-sortiert
Gegangen war sie
und lies ihn zurück
der am nächsten Morgen
schon einer andern
in den Hintern kniff
so spielt das Leben
im Vergessen eben
vanga
Hitzefrei
Gedanken
die um uns ranken
den Sonntag einläuten
uns langsam enthäuten
ruhen wollen sie in sich
aber nicht bis zum Sonnenstich
Gedanken die um uns ranken
und stündlich genug tranken
vanga
Still eben
Die Sommerwege laden ein
grün wächst aus jedem Hain
der Vogel singt die Blume blüht
Stilleben eben – ganz unberührt
vanga
Ein Anfang
Sich selber
zu genügen
sich selber
nicht betrügen
sich selber
einig sein
deutet das
ALLEIN
vanga
Schleusen auf
im Tränenlauf
gibt es kein Entrinnen
Worte des Erinnerns
KÄMPFEN mit Vergangenem
nie wird es zu Ende gehen
Dein Verlust hält mich gefangen
Ewiglich
vanga
muss
Nie wollte sie so leben, doch tat es jetzt und ist seitdem total daneben.
vanga
Voll im Mond
Heute zeigt der Mond
wie er am liebsten wohnt
Rot trägt er zu der Premiere
das Kleid schnitt seine Schere
nun passt es ihm wie angegossen
die Aufmerksamkeit hat er genossen
und das Wetter legt dem Teppich aus
mit Regen-, Sturm- und Windapplaus
vanga