Der Regen

Hans hatte die Nase voll. Der Regen rauschte und auch der Wind zog hörbar um das Haus. Auguste sah immer wieder angstvoll auf. Hans dachte an das Fenster im Dach. Dort war schon der ganze Boden naß.

Es stürmte und rauschte, Auguste lauschte, das Radio hatte sie ausgemacht und zog dicke Decken aus einem Sack. „Was soll das“, rief Hans ganz erbost, doch Auguste stotterte in höchster Not. „Das Fenster im Dach, siehst du dort nicht das Loch? Es regnet ununterbrochen herein! Fürchte ich mich hier denn jetzt ganz allein?“

Sie zog Töpfe und Pfannen, Eimer und Kannen, legt die dicken Decken aus schüttete ständig gesammeltes Wasser aus. „Vielleicht rufen wir doch die Feuerwehr!“ Hans sah sie an und sein Blick wurde leer, was war das für eine Nacht. Hätte doch der Schreiner besser das Fenster gebracht.

Gut – es war noch nicht bestellt, der Hans hatte dafür ja auch kein Geld. Und so schippte Auguste bis sie nicht mehr weiter wusste und Hans stand das Wasser schon bis zur Bruste …

vanga

Schreibwerkstatt 04/25