„Hoppla“ -3

„Hoppla“ sagte das Stiefmütterchen zum Klee

„Meine Zeit ist fast vorbei!“ „Wieso?“ fragte der Klee. „Jetzt kommen die Sommerblumen, Geranien, Petunien, Husarenköpfe und mich entsorgt man dann. „ „Entsorgt?“ Entsetzt fragte das der Klee. Das Stiefmütterchen merkte, wie erschrocken der Klee war. Es relativierte die Aussage. „Zuvor kommt eine Frau mit ihrer Patentochter und die sammeln meine Samen ab.“

Tja“, sagte der Klee mit Tränen in den Augen. „Was für ein Drama. Da wollte ich aber jetzt nicht in deiner Haut stecken.“ Das Stiefmütterchen schwieg und schaute ihn traurig an. „So ist das nun mal“, seufzte es jetzt, aber ich habe ja für Nachkommen gesorgt. Im nächsten Jahr blühen die dann wieder und auch du bist dann nicht mehr da. Ich wünsche dir noch einen schönen Sommer!“

„Einen schönen Sommer? Den – mit viel Regen? Oder den – mit der großen Hitze? In der Erde ertrinken und dann stinken? Oder verdorren zu einen Nichts von – … ja von was eigentlich?“ Und der Klee wurde traurig, so traurig, dass er vom Stiefmütterchen umarmt wurde. Tröstend. Liebkosend. Ob das Stiefmütterchen daher seinen Namen hatte. Weil das *Mütterchen* sich um andere kümmerte? Wer weiß es? Dem Klee war das Egal – er fühlte sich nur gerade einfach geborgen. Und das *Hoppla* war in seinen Ohren fast wie ein *ich mag Dich*! Er strahlte deshalb in seinen schönstem Frühjahrs-Grün

Und im Jahr danach? Im April?
„Oh, da bist du ja!“ jauchzte der Klee. „Ich hab dich! Ich habe so tief geschlafen und von dir geträumt!“ Das Stiefmütterchen wunderte sich und freute sich und nahm sich vor für einen wunderbaren Sommer zu sorgen!“ „Komm, wir locken die Bienen!“ flüsterte es leise dem Klee ins Ohr.

Hedi, Andrea, Mirjam, Ursel

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