Als die Tür aufging, hörte sie sofort, dass etwas nicht stimmte. Es war zu still …..
Rosa schaute auf von ihrer Untätigkeit. Sie liebte diese Stimmung am Nachmittag. Der Tee zog vor sich hin und ihr Journal lag noch ungeöffnet vor ihr auf dem Tisch.
Juli, ihre Tochter trat ins Zimmer. Das Gesicht verweint, die Schultern hingen und ihr Blick war verwebt in Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Rosa stand auf und nahm sie in den Arm. Ein haltloses Schluchzen bracht aus Juli heraus, das nicht beruhigt werden konnte.
Rosa zögerte nicht. Sie drückte Juli auf den Stuhl und nahm sie in die Arme. Sie fing an zu summen und wiegte mit ihr hin und her. So verbrachten sie Stunde um Stunde und als die Abenddämmerung kopfüber ins Fenster fiel, stand die Verzweiflung langsam auf. Rosa hatte Juli den Panzer um ihr Herz geschenkt, den sie sonst trug.
Alles ihr ihr fühlte sich jetzt so zerbrechlich an, es war ein ungewohnter Zustand, aber das Gefühl in ihr verstand, warum sie das getan hatte. So wurden die Abenddämmerung, die Verzweiflung und das Gefühl Zeitzeugen des Moments, in dem übergroße Liebe, tiefstes Vertrauen und immense innere Stärke einem Menschen neuen Lebensmut und den Willen zum Weitermachen schenken kann.
Juli erhob sich, ertastete vorsichtig den neuen Panzer und sich herum, er fühlt sich gar nicht so schlecht an, wische die Tränen aus dem Gesicht und Rosa dachte so bei sich., dass für sie jetzt auch ein Leben ohne Panzer möglich ist.
vanga
Schreibwerkstatt Juni 2026